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Frühlingskulturreise in die Toskana abseits der Touristenpfade

REISE DES MUSEUMSVEREINS BOZEN TOSKANA – ABSEITS DER TOURISTENPFADE
vom 2. bis 6. Oktober 2020

Pietrasanta
In den letzten Jahrzehnten hat sich Pietrasanta als ein echtes Freilichtmuseum etabliert. Die Stadt hat dank der Vielzahl von Künstlern, die sich hier niedergelassen haben (zu den bekanntesten in den letzten Jahrzehnten zählen Igor Mitoraj und Fernando Botero), den Beinamen „Kleines Athen“ erhalten und ist heute ein beliebtes elitäres Reiseziel. Die sorgsam und eifrig gepflegte künstlerische Berufung des Ortes kann sich alter Wurzeln rühmen und ist eng mit der Marmorverarbeitung verbunden. Sehenswert auch der Domes und die Kirche der Misericordia, in der die Fresken von Botero zu sehen sind.

S. Piero a Grado – Pisa – Vicopisano
Die Basilika von San Piero a Grado ist ein Juwel der romanischen Architektur, erbaut im 11. Jahrhundert auf den Resten eines frühchristlichen Tempels des 4. bis 5. Jahrhunderts. Die aus Tuffstein und weißem Marmor aus römischen Ruinen erbaute Kirche ist ein eindrucksvolles Beispiel des romanisch-pisanischen Stils.Stimmungsvoll sind auch die Altstadt von Pisa zwischen der Piazza dei Miracoli und dem Arno mit den zahlreichen Palästen, Kirchen und Plätzen und die romanische Kirche von Vicopisano.

Lucca – Königliche Villa Marlia
Lucca  ist nicht nur wegen seiner Türme, sondern auch wegen der Plätze bekannt: Piazza dell’Anfiteatro, gegründet auf den Ruinen des antiken römischen Amphitheaters als Werk des Architekten Lorenzo Nottolini; Piazza San Michele, das historische Herz der Stadt; Piazza San Martino mit dem  bekannten Dom; Piazza Napoleone, ein Wunsch von Elisa Baciocchi während ihres Herzogtums, und schließlich Piazza del Giglio mit dem gleichnamigen Theater.
Die Villa Reale von Marlia (17. Jh.) ist von Mauern umgeben, hinter denen die Zeit stehen geblieben scheint. Die Villa ist einer der wichtigsten historischen Wohnsitze Italiens und war im 19. Jahrhundert Residenz von Elisa Bonaparte Baciocchi, der Schwester Napoleons und Prinzessin von Lucca. Der Besitz umfasst 16 Hektar Land mit mehreren kunstvollen Gärten, Exemplaren seltener Pflanzenarten sowie großartigen Gebäuden aus verschiedenen Jahrhunderten.

Carrara – Marmorbrüche
Das bauliche Herzstück von Carrara bildet der aufwendige Dom Sant’Andrea Apostolo. Bemerkenswert sind die Rosette über dem Portal, die aus einem einzigen Marmorblock geschlagen wurde, sowie die gelungene Kombination aus romanischen und gotischen Elementen. In der Altstadt lädt die zentrale, selbstverständlich marmorgeschmückte Piazza Alberica mit ihren mittelalterlichen Häusern zum Verweilen ein.
 Der Marmorbruch von Colonnata bietet neben Marmorbrüchen im Tagebau eine der ganz wenigen unterirdischen Abbaustellen und ein liebevoll angelegtes Marmor-Museum.

Pistoia
Aus den ausgetretenen Pfaden des Massentourismus taucht Pistoia als eine echte Überraschung innerhalb seiner fast unberührten mittelalterlichen Mauer auf und bietet seinen Besuchern wertvolle Überreste von mehr als 22 Jahrhunderten Geschichte an: der Dom mit seinem herrlichen Glockenturm und das mit Marmor ausgestattete Baptisterium oder die in einer kleineren Kirche bewahrten Meisterwerke des Bildhauers Giovanni Pisano und die Kirche Madonna dell'Umiltà, ein Juwel der Renaissance.

 

  • Bericht des Museumsvereins zu seinem 10 jährigem Bestehen, 1892

    „Als der Museumsverein Bozen als Nachfolger und Erbe des „Christlichen Kunstvereines“ vor 10 Jahren unter dem Protectorate Sr. Kais. Hoheit des durchlauchtigsten Herrn Erzherzog Heinrich ins Leben gerufen wurde, geschah dies in der Absicht, in ihm einen Wächter zu bestellen, dessen Beruf und eigenstes Interesse es sein sollte, der grenzenlos überhandnehmenden Verschleppung einheimischer Kunstwerke und Denkwürdigkeiten entgegenzutreten und diese nach Möglichkeit für immer in unserer Gegend zu halten. Zugleich sollte der Verein es sich angelegen sein lassen, die in unserer Gegend noch befindlichen Kunstsachen durch temporäre Ausstellungen dem Publikum zugänglich und dieses mit Werken alter und neuer, einheimischer und fremder Meister thunlichst bekannt zu machen und dadurch auf Weckung und Förderung des Kunstsinnes wohlthätig einzuwirken.“ (aus: Bericht des Museumsvereins zu seinem 10 jährigem Bestehen, 1892, zit. in Festschrift 100 Jahre Museumsverein Bozen)

  • Die Sammlungen des Museumsvereins

    Die Bestände des Bozner Stadtmuseums sind zum größten Teil Eigentum des Museumsvereins. Es handelt sich dabei um eine der bedeutensten kunsthistorischen Sammlungen im historischen Tirol, die in mehr als 125 Jahren Vereinsgeschichte zusammengetragen wurde. Einen kleinen Teil möchten wir auf diesen Seiten zeigen.